Black Hat Siths - Die Imperiale IT-Crew

Perfekter Code ist eine Lüge. Es gibt nur Bugs.

Wenn das Imperium die Tech-Hotline anruft...

... dann sind sie es, die zuhören. Sie sind es, die verständnisvoll nicken und allen Klagen zum Trotze ihren Dienst verrichten. Sie sind es, die der Versuchung widerstehen, durch die unendlichen Weiten der Galaxie einen Würgegriff zu senden, vor dem selbst Darth Vader Respekt hätte. Sie sind es, die sich mit Hacking, Space-Bugs und respekt- und ahnungslosen Individuen, "Kunden" genannt, herumschlagen.

Sie sind die Abteilung zur Erörterung, Stilllegung und Verteidigung von feindlichen digitalen Spionageattacken.

Oder, wie sie sich selbst nennen:

Black Hat Siths.

Was genau soll diese Website sein?

Ganz einfach: Eine Website, auf der ich aus Spaß an der Freude Geschichten schreibe - in diesem Fall über die Black Hat Siths, eine IT-Crew des Sith-Imperiums. Kleine Kostprobe gefällig? Einige Kurzgeschichten sind hier verlinkt!

Und warum das Ganze? Nun, zum einen gibt es da diesen SEO-Contest von Cinestock, der zufälligerweise das Keyword "black hat sith" auserkoren hat. Wer am Ende seine Seite durch Optimierung, Beiträge mit den richtig gewählten Begriffen, durch Redirects, News, SEO-Kniffs, Backlinks und so weiter bei Google das beste Ranking besitzt, der gewinnt den 1. Platz - und ich habe gute Lust zu gewinnen. (Keine Ahnung, was Ranking ist oder worüber ich spreche? Dann schaut hier vorbei!)

Zum anderen suche ich immer wieder nach neuen Möglichkeiten, mich ein wenig kreativ zu betätigen. Ein fertiges Universum, in dem ich mich austoben kann, verbunden mit lustigen Geschichten über meine Arbeit in der IT und die Aussicht darauf, etwas zu gewinnen? Da werde ich glatt zum Sith und setze alles daran, zumindest einigermaßen gut abzuschneiden!

Wer mehr erfahren will, liest einfach weiter. Wer genug hat und lesen will, findet hier die eine oder andere Kurzgeschichte verlinkt!

Aber warum denn nun "Black Hat Sith"?

Hier gibt es verschiedene Deutungen. Manche Mitbewerber definieren den Sith-Anteil im Keyword damit, dass unlautere Werkzeuge herangezogen werden: Meta-, Link- und Keyword-Spamming, Backlinks, die komplett am Thema vorbeigehen und auf Sith komm raus verteilt werden, Redirects auf zum Thema unpassende Seiten, Optimierung durch Spamming... kurzum: ein Arschloch sein. (Was scheinbar gerne mit Sith-Sein gleichgestellt wird - wer sich halt mit dem Kodex nicht auskennt...)

Vor allem genährt wird diese Ansicht deshalb, weil es bei dem SEO-Contest noch ein zweites Keyword neben dem Black Hat Sith zur Auswahl gibt: White Hat Jedi. Und diese Lichtgestalten gehen natürlich vollkommen konform mit allen SEO-Werkzeugen um, die es da so gibt - Redirects durch passende Themen, Begriffe, die tatsächlich im Text und den Überschriften vorkommen, Links nur in passenden Bereichen veröffentlicht - ohne auf die Werkzeuge der bösen Black Hat Siths zurückzugreifen. Weil das ja dunkle Macht ist, und dunkle Macht ist böse.

In jedem Fall geht es mir nicht darum, ein Black Hat Sith zu sein, wie andere Leute ihn wohl gerne sehen. Mir geht es auch nicht darum, Google zu bescheißen und diese Suchmaschine durch Optimierung und bösartigen SEO-Tricks dazu zu bringen, mich auf Platz 1 zu katapultieren. Ich hoffe einfach darauf, dass meine Geschichten ein paar Leser finden und diese Spaß daran haben, so wie ich unweigerlich Spaß daran haben werde, über die Black Hat Sith Crew zu schreiben. Und die Tatsache, dass ich meine Ausbildung zum Fachinformatiker in einer SEO-Schmiede absolviere, tut natürlich sein Übriges, dass ich zumindest versuche, diesen SEO-Contest auch zu gewinnen. Auch wenn wir allesamt White Hat Jedis sind, versprochen.

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Also schreibst Du gerne?

Durchaus! Meine Gedichtesammlung findet sich im Worldofplayers Forum, und Geschichten sind quer über das Internet verteilt. Allerdings bisher nichts, was mit Jedis oder Siths zu tun hätte - und auch nicht mit einem schwarzen Hut. Diese Geschichten müssen erst noch erfunden werden, doch es wird mir eine Freude sein, daran zu schreiben und hoffentlich einige von Euch zu unterhalten. Was sagt immerhin der Sith-Kodex?


"Peace is a lie.
There is only passion."


Und meine Leidenschaft ist eben das Schreiben und Coden, und so wird es auch immer sein. Umso mehr freue ich mich, der Black Hat Sith Crew einige aufregende Abenteuer zu kritzeln und sie von einem Problem ins nächste zu werfen. Seien es aufdringliche Soldaten und ungeduldige Offiziere, Sith-Lords, die Darth Vader persönlich kennen und sich beim Management beschweren wollen, oder Sith-Anwärter, die sich bereits in den höheren Sphären sehen und sich darüber aufregen, dass ihr HoloNet-Account nur schlecht gefunden wird und überhaupt ihre Beiträge nicht die Beachtung erhalten, die sie verdienen - kurzum, der ganz normale alltägliche IT-Wahnsinn.

Und an alle, die ebenso wie ich in der IT-Welt malochen, SEO-Optimierung betreiben (ob nun als Black Hat Sith oder White Had Jedi), die News über neue Sicherheitslücken verfolgen und sich dabei die Haare raufen, den letzten Beitrag des Chefs lesen und sich fragen, was er sich dabei nur gedacht hat, ihre eigene Seite betreiben und sich immer wieder fragen, warum sie sich das alles eigentlich antun... diese Menschen möchte ich abschließend an den Kodex der Sith erinnern:

"Peace is a lie, there is only passion.
Through passion, I gain strength.
Through strength, I gain power.
Through power, I gain victory.
Through victory, my chains are broken.
The Force shall free me."


In diesem Sinne: Haltet durch, bis zum Sieg!


Ein typischer Tag

Die Türen des Aufzugs öffneten sich. Cadkir schaffte es überraschenderweise, nicht gegen die Wand zu laufen, sondern schlurfte aus der engen Stahlbox heraus und in den Raum hinein. Links und rechts waren überall stählerne und kalte Tische, mit stählernen und kalten Stühlen, auf denen stählerne und kalte Personen saßen. Sie alle hatten das Gleiche im Sinn. Sie alle teilten das selbe Ziel.

Aber keiner war schon so lange hier wie Cadkir. Über 20 Jahre inzwischen. Zwei Jahrzehnte, in denen er dachte, alles erlebt zu haben, das man erleben konnte. Aber mitnichten, es gab nie einen Halt. Es gab immer jemanden, der ihm etwas Neues aufzeigte. Jeden. Verfluchten. Tag.

Niemand würdigte den alten Mann auch nur eines Blickes. Sie saßen nur da und starrten auf ihre Hologramme, die Finger auf den Tastaturen, wie Spinnen, die hin und her flitzten. Cadkir hatte inzwischen selbst solche Albträume. Letzte Nacht hatte er einen Großteil seines Schlafs damit verbracht, seinen davonspringenden Händen hinterher zu jagen und ihre Rufe zu ignorieren, auch wenn sie ihm wohl im Gedächtnis geblieben waren: »Es reicht! Nicht mehr! ES REICHT!«

Seine Beine verlangsamten ihren Schritt, seine rechte Hand zog den viel zu harten Stuhl – den er deshalb mit billigen Polstern etwas weicher gestaltet hatte – an der Lehne zurück, er setzte sich, lehnte sich zurück, griff unter den Tisch, nahm die Flasche, entfernte Korken, trank. Begann den Tag.

Es dauerte keine zehn Sekunden, bis sein Hologramm aufwachte. »Nachricht. Nachricht. Nachricht.«

Es war nicht einmal eine niedliche Frauenstimme, wie früher. Cadkir hatte ihr stundenlang zuhören können. Das hatte auch sein Vorgesetzter gemerkt, weshalb das Hologramm nun eben dessen Stimme hatte. Cadkir hasste ihn mehr als alles andere dafür.

Entnervt stellte er die Flasche wieder unter den Tisch und drückte die Taste zur Annahme der Übertragung.

»HALLO?! HILFE!«

Ein äußerst panisches, rundliches Gesicht mit einem nicht dazu passenden, da sehr breiten Körper erschien. Gekleidet war der Mann in der Uniform eines Moffs – eines gut genährten Moffs, soweit Cadkir das von hier aus beurteilten konnte. Im Hintergrund war Laserfeuer zu hören, und immer wieder wehklagende Schreie. Er schnaubte kurz auf, während einige seiner Kolleginnen und Kollegen zu ihm hinübersahen, sichtlich überrascht darüber, dass sie die Aufnahme ebenfalls hören konnten. Die Regularien sagten, dass die Hologramme möglichst leise zu stellen seien. Cadkir scherte sich schon seit Jahren nicht mehr darum.

»Für das Imperium«, säuselte er mit übertrieben freudiger Stimme. »Sie sind mit dem Service für intergalaktische digitale -«

»Die Roboter! Sie töten uns! Oh Gott, sie töten uns alle!«

Cadkir verstummte für vielleicht zwei, drei Sekunden, nahm dann seine Flasche wieder zur Hand und nahm einen kräftigen Schluck. »Welche Roboter, Sir?«

»Die Roboter im Labor auf – Das ist jetzt scheißegal, helft uns!«

»Haben Sie die Roboter aus- und wieder eingeschalten?«

»Das sind verdammte Killerroboter! Sie töten uns! Sie -«

»Haben Sie die Roboter aus- und wieder eingeschalten?«

»Wenn ich hier lebend herauskomme, dann sind sie dran! Geben sie mir sofort ihren Vorgesetzten! Ich will augenblicklich -«

»Mein Vorgesetzter wird Sie folgendes fragen: Haben Sie die Roboter aus- und wieder eingeschalten?«

Der schwere Atem von der anderen Seite des Hologramms bildete eine fast schon harmonische Symbiose mit dem angehaltenen Atem des kompletten Raums. Alle Augen waren voller Spannung auf Cadkir gerichtet, der nur zurückgelehnt in seinem Stuhl saß und mit recht gelangweilter Miene das Hologramm anstarrte.

»Wie soll ich verdammte Roboter, die mich töten wollen, ausschalten?!«

»Mit dem entsprechenden Stichwort, Sir. Typischerweise ist es ‚deaktivieren‘.«

»Sie sind wahnsinnig! Wahnsinnig! Ich -«

»Sir, ich weiß, Sie stehen unter viel Stress. Können Sie mir einen Gefallen tun und es ausprobieren?«

Das Gesicht aus dem Hologramm starrte Cadkir mit feurigen Augen an. Dann bellte es: »DEAKTIVIEREN!«

Das Laserfeuer verstummte augenblicklich, im Gegensatz zum Stöhnen der Verletzten. Der Moff starrte auf irgendetwas, das Cadkir nicht sehen konnte, doch seine gesamte Mimik, die plötzlich abfallende Anspannung und dann die sofort herbeieilende Sorge sagten aus, was er dachte.

»Kann ich Ihnen sonst noch bei etwas behilflich sein, Sir?«

»… nein.«

Das Hologramm verschwand.

»Und auch Ihnen noch einen schönen Tag«, murmelte Cadkir verächtlich und setzte die Flasche an.

Sie war leer.

»Ein wunderschöner Start in den Morgen«, brummte der alte Mann, während um ihn herum Gelächter ausbrach.